CHANTEN, MANTRAS, VOKALTÖNEN

Musik beginnt nicht mit dem ersten Ton, sondern mit der Stille davor. Und sie endet nicht mit dem letzten Ton, sondern mit dem Klang der Stille danach.   (Giora Feidman)      Was ist Chanten?   Leistungsfreies Singen für Körper, Geist und Seele wird auch Chanten (engl. to chant) genannt und hat seinen Ursprung im Spirituellen bzw. in religiösen Traditionen. […]

Musik beginnt nicht mit dem ersten Ton,
sondern mit der Stille davor.
Und sie endet nicht mit dem letzten Ton,
sondern mit dem Klang der Stille danach.

 

(Giora Feidman) 

 


 

Was ist Chanten?

 

Leistungsfreies Singen für Körper, Geist und Seele wird auch Chanten (engl. to chant) genannt und hat seinen Ursprung im Spirituellen bzw. in religiösen Traditionen. Im Vordergrund steht dabei immer das lustbetonte, freudvolle Singen und das sich-Einlassen auf die Klänge und Schwingungen.

Die Lieder (chants) aus unterschiedlichsten Kulturen sind meist ziemlich kurz und haben einfache Texte und Melodien, oft auch einfache (Tanz-)Bewegungen dazu, für die keinerlei musikalische Vorkenntnisse nötig sind.

Die Lieder werden oft lange wiederholt und können so ihre tiefe, kraftvolle Wirkung entfalten. Chanten in der Gruppe ist ein wunderbares Erlebnis der Verbundenheit mit sich selbst und mit anderen Menschen!

 


 

Was sind Mantras bzw. Mantren?

 

Das Singen von Mantren wirkt heilsam und befreiend.

Mantras oder Mantren sind ursprünglich bestimmte Silben oder Worte aus dem Sanskrit, die beim Sprechen oder Singen ihre besondere Kraft und Heilwirkung entfalten.

Das Singen von Mantras, die heutzutage in den verschiedensten Sprachen gesungen werden, hilft das Denken auszuschalten, den Körper zu entspannen, ganz bei sich selbst zu sein und dabei Energie zu tanken und die heilsame Wirkung dieser besonderen Lieder zu erfahren.

Die positive Wirkung des Mantrasingens auf Körper, Geist und Seele ist mittlerweile wissenschaftlich längst erwiesen.

 

 


 

Was ist Vokale tönen?

 

Indem wir Töne erzeugen, versetzen wir uns in Schwingung. Das geschieht beim Sprechen, Rufen, Singen, Klatschen, Trommeln usw.

Beim Vokaltönen ent­stehen Schwingungen, die gezielt auf unsere Organe und die Energiezentren, die Chakren wirken.

 

Neben dem verbesserten Gasaustausch zwischen den Lungen­bläschen und dem inneren Milieu unseres Körpers, stimuliert die Vokalatmung unsere Energiezentren und massiert die inneren Organe.

• Der Vokal „I“ versetzt den Kopf, das Scheitel-Chakra und unser Gehirn in Schwingung.
Das wirkt sich wohltuend auf unsere  Denkvorgänge sowie auch auf Nase, Kehle und Gaumen aus.

• Der Vokal „E“ wirkt auf die Schilddrüse, die wichtig für unseren Stoffwechsel ist und auf das Kehl-Chakra.

• Der Vokal „A“ erzeugt Vibrationen im Bereich der Nacken- und Kiefer­muskulatur, im Rachen, den Bronchien und Lungen.
Diese helfen Beschwerden in diesen Bereichen zu lindern und wirken sich wohltuend auf das Herz-Chakra aus.

• Der Vokal „O“ stimuliert und massiert die Bauchorgane und aktiviert das Sonnengeflecht, das sogenannte Solarplexus-Chakra.

• Der Vokal „U“ erzeugt die tiefsten Vibrationen in unserem Körper. Er hat eine beruhigende und krampflösende Wirkung
und hilft  besonders gut gegen innere Anspannung und Beschwerden der Unterleibs- und Verdauungsorgane.
Das Wurzel-Chakra wird damit  harmonisiert.

 


 

Singen ist gesund:

 

„Es gibt kein besseres und wirksameres Mittel, das psychoemotionale Belastungen auflöst, Lebensmut stärkt und Selbstheilungskräfte reaktiviert als das Singen.“ (Gehirnforscher Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther, wissenschaftlicher Beirat von Singende Krankenhäuser e.V. und Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung an der Universität Göttingen, Mannheim/Heidelberg, aus der Broschüre der Singenden Krankenhäuser, Meinungen und Positionen, Juli 2012, S. 8)

ATMUNG:

Die Atmung wird beim Singen vitalisiert; die Zwerchfellaktivität wird aktiviert; dies führt zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung der Organe, die Darmaktivität wird durch Heben und Senken des Zwerchfells angeregt; bessere Entgiftung des Körpers; verlängerte Tonhaltedauer fördert eine aktive, dynamische Einatmung; langsame Tempi verlangsamen den Atem und haben entspannende Wirkung auf den Organismus; die sogenannte „Relaxation Response“ führt zu einer Verlangsamung der Gehirnwellen und aktiviert den Parasympathikus; dadurch werden die Gedanken ruhiger und Sänger können in einen stresslösenden „flow“ (fließender Zustand) kommen.

KÖRPER:

Durch Singen werden Muskelgruppen des gesamten orofacialen Bereichs flexibilisiert; durch das musikalische Anforderungsprofil von Tonhöhe, Lautstärkenveränderung (pp/mp/mf/f/ff), exakte Artikulation und sich öffnende Resonanzräume unterbricht Singen gewohnte Sprech- und Bewegungsmuster; es aktiviert die mimische Muskulatur und regt beispielsweise die Beweglichkeit der Rachenringmuskulatur (m. costrictor pharyngeis) an; Singen flexibilisiert und entkoppelt Zungen- und Kieferbewegungen; es aktiviert den Lippenring; fördert den Schluckauf. Die Primärfunktion innerer Muskelgruppen in diesem Bereich (beispielsweise Zungenmuskulatur, Gaumensegelmuskulatur, Rachenringmuskulatur, Taschenfalten, Stimmlippen) wie auch äußerer Muskelgruppen (beispielsweise Stirnmuskulatur, Nasenmuskulatur, Lippenring) ist ein Schutzprogramm, das sich in einem muskulären Zusammenziehen zur Mitte hin äußert; evolutionär alte Verschlussmechanismen sind beispielsweise: Nase rümpfen, Zähne zusammen beißen, Lippen zusammen pressen, Zungenrückverlagerung; sie können über freies Singen gelöst werden; beim Singen sind ein weitendes Gefühl und raumgebende Flexibilität erwünscht; im Kommunikationsalltag manifestierten sich Muster des Schutzes und diese können über das Singen gelöst werden; Singen macht ein freies Gefühl; körperlich aktives Singen fördert die ganzkörperliche Aufrichtung über eine aktivere Atmung.

HERZ -KREISLAUF-SYSTEM:

Beim Singen verändert sich ein wichtiger Indikator für ein gesundes Herz: die Herzschlagvariabilität. „Ein gesundes Herz schlägt nicht regelmäßig, sondern schwingt um einen Mittelwert. Es marschiert nicht im Gleichschritt, sondern es tanzt“. (Prof. Dr. Maximilian Moser, Institut für nichtinvasive Diagnostik, JOANNEUM RESEARCH, Weiz; in Schwingung und Gesundheit, S. 68). Singen moduliert die Aktivität von Sympathikus (Leistung, Beschleunigung, Flucht, Kampf) und Vagus (wirkt verlangsamend, abkühlend, entschleunigend, ermöglicht Erholung) und synchronisiert diese vegetativen Steuerungssysteme; dies fördert eine gesunde Schlafarchitektur von Chaos und Ordnung.

HORMONHAUSHALT:

Durch freies Singen ohne Leistungsstress werden folgende Botenstoffe aktiviert:

SEROTONIN: Gewebshormon und Neurotransmitter, Glücksindikator, es beeinflusst das Zentralnervensystem, Darmnervensystem, Herz-Kreislaufsystem und ist im Blut nachweisbar; es reguliert den Blutdruck, hat Auswirkungen auf die Blutgerinnung, reguliert die Peristaltik im Darm; es beeinflusst und steuert die Wahrnehmung des Schlafes, der Temperaturregulation, der Schmerzempfindung, des Sexualverhaltens; depressive Verstimmungen und Angst sind neurochemisch häufig auf einen Mangel an Serotonin zurückzuführen; es reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus und hat appetitregulierende Funktion;

MELATONIN: Hormon, wird in der Zirbeldrüse (Epiphyse) produziert, wird vor allem während des Schlafens und bei Dunkelheit produziert; steuert den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen; ein Mangel führt zu Müdigkeit, Schlafstörungen und Winterdepression; es erhöht die Sensibilität des Immunsystems, bekämpft freie Radikale, fördert einen besseren Schlaf, normalisiert den Blutdruck;

DHEA: Dehydroepiandrosteron, Nebennierenhormon; es verbessert die Gehirnleitung, hat antidepressive Wirkung, erhöht den Serotoninspiegel, steigert das positive Lebensgefühl, hat Anti-Aging-Effekt, führt zu einer Stärkung des Immunsystems, hat Anti-Krebs-Wirkung, fördert den Knochenaufbau;

OXYTOCIN: Hormon und Neurotransmitter, wird in der Hypophyse produziert, wird bei angenehmer Hautberührung vermehrt ausgeschüttet; vermittelt das Gefühl von Liebe, Vertrauen, innerer Ruhe und Wohlgefühl; fördert die Bindung von Personen und ist somit gemeinschafts- und teambildend!

ADRENALIN und KORTISOL: Stresshormone, werden bei entspanntem Singen deutlich herabgesetzt.

(Textauszug aus: www.einfach-singen.at)

 

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